"Numbers" - Der Einfluss Kraftwerks auf
Techno und Hip Hop

 

Prof. Dr. Michael Rappe

Anfang der 1970er kreierten DJs in der South Bronx, New York von bereits bestehenden Schallplatten neue Rhythmen und schufen mit diesen „Breakbeats“ die musikalische Grundlage des Hip Hop. Dabei verwendeten sie auch Rhythmen der Elektro-Pop-Gruppe Kraftwerk aus Düsseldorf. Die Band um Ralf Hütter und Florian Schneider-Esleben beeinflussten jedoch nicht nur den Hip Hop, sondern auch House und Techno und gelten als eine der weltweit einflussreichsten Bands aus Deutschland. Keine Band wird so oft als Inspirationsquelle angegeben wie Kraftwerk.

An ausgewählten Beispielen möchte ich zunächst kurz den Einfluss Kraftwerks auf die Popmusik darstellen. Im Anschluss daran möchte ich an einem Rhythmus von Kraftwerk praktisch und theoretisch erarbeiten, wie dieser in unterschiedlichen Musikstilen benutzt, bzw. Grundlage völlig neuer Musikstile und Kulturen wurde. Wir werden dabei in der South Bronx starten und von Miami, Florida über Rio de Janeiro, Brasilien nach London, GB wandern. Von Interesse wird dabei sein, wie die ursprünglichen Inhalte in anderen Ländern übernommen wurden und wie diese sich unter dem Einfluss der jeweiligen lokalen Bedürfnisse weiterentwickelt haben.

Neben Vortrag und einem kleinen DJ-Workshop stelle ich gerne umfangreiches Material zu den Themenschwerpunkten zur Verfügung.

Termin

  • Freitag, 25.11.2022, 16.00 Uhr – 20.00 Uhr

Ort

  • Hochschule für Musik und Tanz Köln
    Unter Krahnenbäumen 87
    50668 Köln, (Hauptgebäude) 
  • Wegbeschreibung HfMT Köln
  • Raum 13

Teilnahmegebühr

  • 35 EUR, 
  • BMU-Mitglieder 25 EUR, 
  • Studierende/ReferendarInnen 15 EUR 

Anmeldung

 

Michael Rappe, Dr., geboren 1964, ist Professor für Geschichte und Theorie der Populären Musik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Schwerpunkt seines wissenschaftlichen und publizistischen Arbeitens ist die Auseinandersetzung mit der Geschichte, der Ästhetik und den soziokulturellen Bedingungen afrodiasporischer Musikkulturen – vom Blues über Jazz bis zum Hip Hop. Er war Ko-Kurator der Sonderausstellung Styles – Hip Hop in Deutschland des rock’n’popmuseums Gronau (26.06.2015-28.02.2016). Darüber hinaus engagiert er sich im Bereich der Lehrerfortbildung (u.a. Goethe Institut, Bundesverband Musikunterricht e.V.) und bietet als systemischer Berater (SG) Beratungen und Einzelcoachings im Bereich der persönlichen Berufswegeplanung an. Er ist Autor und Herausgeber u.a. von Styles. Hip Hop in Deutschland (Münster 2015), Methoden der Populärkulturforschung: Interdisziplinäre Perspektiven auf Film, Fernsehen, Musik, Internet und Computerspiele(Münster 2012), Under Construction. Kontextbezogene Analyse afroamerikanischer Popmusik (Köln 2010). Weitere Publikationen und Informationen unter www.michael- rappe.de.