`Notenlesen`- ja, aber wie? Ein
historischer Ansatz mit digitalen Tools

 

Frederik Stark

Laut des Kernlehrplans NRW ist das Erlernen von traditioneller Notation im Musikunterricht ab der Unterstufe vorgesehen. Dennoch ist die Notationskunde üblicherweise sehr unbeliebt - bei Lehrenden und Lernenden gleichermaßen. Sie wirkt wie ein unüberschaubarer Komplex aus unendlichen Prinzipien und Regeln, die scheinbar schon immer so existiert haben und deshalb letztendlich stumpf auswendig gelernt werden müssten. Die Frage nach dem ‚Warum?‘ spielt dabei meistens gar keine Rolle und kann nicht wirklich beantwortet oder mit einbezogen werden. Aber gerade die Perspektive der historischen Entwicklung ist auf mehreren Ebenen gewinnbringend: die Kenntnis der Irr-, Um- und Seitenwege der Notationskunde kann ein hervorragendes Hintergrundwissen sein um kreativ-individuelle Auseinandersetzungen von Lernenden anzuregen und zu unterstützen.

In dieser Fortbildungsveranstaltung werden in Kürze die ‚Key Facts‘ zur historischen Entwicklung der westlichen Notation zusammengefasst und reflektiert. Darauf aufbauend werden dann Methoden und didaktische Konzepte zur Vermittlung und Erarbeitung von Inhalten der Notationskunde vorgestellt und ausprobiert. Dabei sollen auch die Potenziale digitaler Tools beleuchtet werden.

 

Termin

  • Freitag, 10.02.2023, 16:30–19:00 Uhr

Ort

  • Hochschule für Musik und Tanz Köln, Dagobertstr. 72, 50668 Köln
  • Wegbeschreibung HfMT Köln 
  • Raum 13

Teilnahmegebühr

  • 35 EUR,
  • BMU-Mitglieder 25 EUR, 
  • Studierende/ReferendarInnen 15 EUR

Anmeldung

Frederik Stark ist seit 2019 u.a. als Dozent im Fachbereich Komposition, Improvisation und Musiktheorie an der Rheinischen Musikschule in Köln tätig. Im Zuge dessen bietet er auch Angebote an den Musikzweigen am  Humboldt-Gymnasium sowie Stadtgymnasium Porz an. Zuvor arbeitete er neben dem Studium mehrere Jahre als Musiklehrer an einem Kölner Privatgymnasium. Er studierte Musik und Deutsch auf Lehramt und schloss den Studiengang Tonsatzpädagogik an. Ab dem Wintersemester 2022/23 absolviert er zusätzlich den Master Musikwissenschaften an der HfMT Köln. In den Jahren 2020 bis 2022 erhielt Frederik Stark drei Stipendien vom Land NRW für Projekte zum Themenkomplex Musiktheorie, Didaktik und Digitalisierung.