Musik gendersensibel unterrichten

 

Prof. Dr. Johann Honnens

Seit einigen Jahren beginnt sich innerhalb der Musikpädagogik ein stärkeres Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass ein diversitätsorientierter und inklusiver Musikunterricht stets auch mit genderreflektierten Fragestellungen zusammenhängt: Warum gilt Musik unter Jungen laut diverser Statistiken als eines der unbeliebtesten Schulfächer? Welche geschlechtsspezifischen Ursachen haben Vorlieben und Abneigungen gegenüber bestimmten Musizierpraktiken wie Singen oder Tanzen? Warum zeugen musikbezogene Studiengänge wie Gesang, Grundschullehramt, Tonmeister oder Dirigieren immer noch von einem deutlichen Gender Gap? Sollte man auf geschlechtsspezifische Wünsche und Musikpräferenzen von Schüler*innen eingehen oder Musikunterricht dazu nutzen, feste Vorstellungen dessen zu irritieren, was zu einer männlichen oder weiblichen Identität "passt" und was nicht?

In diesem praxisorientierten Seminar werden ausgehend von herausfordernden Unterrichtssituationen der Teilnehmer*innen gemeinsam Unterrichtstrategien erarbeitet sowie Material- und Unterrichtsanregungen gegeben.

Termin

  • Fr., 20.01.2023, 16:30-19:00 Uhr

Ort

  • Hochschule für Musik und Tanz Köln
    Unter Krahnenbäumen 87
    50668 Köln
  • Wegbeschreibung HfMT Köln
  • Raum 13

Teilnahmegebühr 

  • 35 Euro
  • BMU-Mitglieder 25 Euro
  • Studierende/ReferendarInnen 15 Euro

Anmeldung 

Johann Honnens arbeitet seit 2021 als Professor für Musikpädagogik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. In seinen Seminaren, Fortbildungen und Publikationen bilden musiksoziologische sowie diversitätsreflektierte Themen einen wichtigen Schwerpunk und er verfolgt das Anliegen, Theorie und Unterrichtspraxis eng miteinander zu verbinden. Dafür bilden seine Tätigkeiten als Musik-, Ethik- und Soziologielehrer, als Chorleiter und seine Arbeit mit Praxisformen der Community Music einen wichtigen Erfahrungshintergrund